Passagenbilder – Das Film-Still als prekäre Fotografie

Film-Stills stehen im Dienste des Films. Vornehmlich als Werbematerial produziert sind sie in Kinofoyers und Schaukästen anzutreffen und sollen hier einen Eindruck des Films vermitteln, zeigen, welche Schauspieler, Kostüme und Ausstattungen uns im Film erwarten. Ist der Film aus dem Programm des Kinos genommen, wandern die Stills in der Regel in den Müll, in seltenen…

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What are you committed to? Fotografie-Geschichte als ein möglicher Teil der Kunstgeschichte

Die Akademiker und öffentlichen Institutionen denken – was vielleicht unvermeidbar ist (?) – beim Umgang mit Kunst gern in Schubladen: Man separiert nach historischen Epochen, Stilen, nach Gattungen und Medien. Die Fotografie ist mittlerweile zwar keine junge Bildform mehr, aber als ein Teil des etablierten künstlerischen Diskurses ist sie wirklich vergleichsweise noch ein reifer Teenager.…

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Wer’s findet, darf’s behalten. Der Reiz von Found Footage in der künstlerischen Fotografie

Verblichen oder verfärbt, verschwommene Szenen in der Ästhetik der Vergangenheit: In aktuellen Ausstellungen erfreut sich das Vintage-Foto großer Beliebtheit, ob es sich um Originale als Ready-Mades, Ausschnittvergrößerungen oder um Meta-Inszenierungen handelt, in denen das milchige Seidenpapier wie im alten Fotoalbum Teil des Bildes wird. Diese Form der Aneignung spiegelt nicht nur den aktuellen Retro-Trend wieder,…

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The Eye – Zur Technik der digitalen Fotografie

Wie erkennt man die Besonderheiten digitaler Prints? Wer versteht eigentlich etwas von digitaler Fotografie und ihrer Technik? – Zumindest der Amsterdamer Foto-Restaurator Martin Jürgens! Hinter dem Zauberwort des „Digitalen“ versteckt sich, zweifellos für die meisten Interessierten überraschend, eine ungeheure Vielzahl unterschiedlichster Möglichkeiten der visuellen Umsetzung. Was abstrakt klingen mag, führt Jürgens auf seiner neuen Homepage mit dem…

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No apocalypse, not now! Bilderflut als Chance

Die Warnung vor Bildern hat eine lange Tradition, die sich durch die christlich-jüdische Religion zieht und im gregorianischen Diktum des 8. Jahrhundert einen prägnanten Ausdruck findet, wenn die Gefahr der Idolatrie mit den Worten beschrieben wird: »Bilder sind Schrift für Idioten«. Die religiös begründete Warnung vor dem Bild hat sich nach dem Zeitalter der Aufklärung…

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Die Fotografie – ein Bild im Plural

In Foto-Ausstellungen begegnen uns Fotografien oftmals als Einzelbilder, gerahmt und unter Passepartout, in angemessenem Abstand zu den anderen Bildern. Modelle, die diese auf dem Singular der Fotografie basierenden Präsentationsweisen konterkarieren, liefern plurale Bildarrangements wie sie beispielsweise in den Hyperimages von Wolfgang Tillmans (s. obige Abbildung des Sammlungsraums im Museum Folkwang), Peggy Buth und Arwed Messmer…

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Foto-Theorie: Eine vergangene Mode?

Die helle Kammer ist ein Buch, das neben Walter Benjamins Essays vielleicht die größte Resonanz innerhalb des theoretischen Diskurses zur Fotografie im vergangenen Jahrhundert erhalten hat. Der innovative Ertrag dieser Schrift ist gleichwohl reichlich begrenzt und so war ich überaus erfreut über einen Essay von Christoph Ribbat, der 2004 im Kunstforum International erschien und den Titel…

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Welche Zukunft hat die Fotografie?

In Anbetracht der aktuellen Flut an Kongressen und Tagungen, die sich dem Thema der Identität und Zukunft der Fotografie im dritten Millennium widmen, erscheint es immer dringlicher den einschneidenden Wandel zu reflektieren, welcher die Kommunikationsinstrumente und -formen der Fotografie bereits verändert hat und auch nach wie vor modifiziert. Die visuelle Kultur der Gegenwart ist von…

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Wie „original“ soll die ausgestellte Kunst sein?
Theorie

In den letzten Jahren laufe ich häufiger durch Foto-Ausstellungen in Museen, bei denen ich Arbeiten begegne, die ich andernorts schon einmal gesehen habe und die in meiner Erinnerung doch anders aussehen als bei der ersten Begegnung mit ihnen. Das betrifft nicht nur Werke von Zeitgenossen, die nach der ersten Produktion ungerührt Größe, Rahmung, Drucktechnik o.a.…

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Frühe Meisterschaft oder: Wärste Du doch in Düsseldorf geblieben

Die kunstwissenschaftlichen Kategorien des „Früh-“ und des „Spätwerks“ sind im Sinne einer kritischen Historiographie sicher nicht ganz unproblematisch. Tatsächlich aber kann man sich oft nicht des Eindrucks erwehren, dass sie empirisch nachweisbare Phänomene beschreiben. Das belegt auch das Werk des 1951 in Essen geborenen Axel Hütte, der von 1973 bis 1981 an der Düsseldorfer Kunstakademie…

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Jäger & Sammler-Symposium: Framing America

Am 9.12. veranstaltet der Freundeskreis des Hauses der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen ein Symposium zu den aktuellen Entwicklungen in den Bildpolitiken der USA. Dazu sind Fachleute und FotografInnen aus Deutschland und den USA eingeladen. Programm: 13.00 Uhr: Ausstellungsführung: Alec Soth – „Gathered Leaves“ mit Ulrich Rüter und Stephanie Bunk, Freundeskreis des Hauses der Photographie…

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Bildpraktiken des Raumes

Das 36. Bielefelder Fotosymposium findet am 30.11.2017 statt und widmet sich zum zweiten Male dem Thema „Bildpraktiken des Raumes“. Von 13 – 19 Uhr sind mit dabei u.a. Susa Templin, Corinna Schnitt, Arwed Messmer, Tobias Hartmann und Aglaia Konrad. Ort: Videostudio der FH Bielefeld  

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Jochen Lempert, Honeyguides

Das Sprengel Museum Hannover präsentiert vom 29. November 2017 bis 18. Februar 2018 Werke des Fotografen und Biologen Jochen Lempert. Sie berichten auf ungewöhnliche Weise vom Miteinander unterschiedlicher Lebensformen und sind zugleich eine komplexe Auseinandersetzung an den Schnittstellen zwischen Fotografie- und Wissenschaftsgeschichte. Jochen Lempert untersucht seit mehr als 25 Jahren mittels der Fotografie – und parallel zu…

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Der Körper der Fotografie / The Body of Photography

Museum Folkwang, Essen, 17. – 18.11.2017 Endlich einmal wieder ein Symposium zu einem drängenden Thema im Schnittfeld von Theorie und Praxis der künstlerischen Fotografie: Das Symposium Der Körper der Fotografie, veranstaltet von der Wüstenrot Stiftung und Museum Folkwang, widmet sich Fragen zum Konzept des fotografischen Originals. Damit greift es ein Thema auf, dass bereits zum Auftakt unseres…

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Blick in die Ferne: Ann-Kathrin Müller in Stuttgart

Seit vielen Jahren stellt das Kunstmuseum Stuttgart unter dem Titel „Frischzelle“ seinen Besucherinnen regelmäßig junge Positionen vor, die jenseits des etablierten Marktgeschehens (oder dort noch nicht angekommen) neue Sichtweisen anbieten. In der immerhin 24. Folge dieser Reihe ist mit der 1988 in Nürtingen geborenen Ann-Kathrin Müller nun erstmals eine Fotografin zu sehen. Und es handelt…

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Gepflegte Langeweile – Grenzen des Dokumentarischen

Der 1969 geborene Alec Soth ist einer der erfolgreichsten Fotografen der letzten Jahre – sofern man „Erfolg“ an der Menge seiner Ausstellungen bemisst, die sich auf seiner Homepage verfolgen lässt: http://alecsoth.com/photography/?page_id=125 Die Hamburger Deichtorhallen zeigen vom 8.9.2017 bis 7.1.2018 eine mittelgroße Überblicksausstellung des Fotografen, der im Pressetext als „bildender Künstler, Magnum-Fotojournalist, Blogger, Selbstverleger, Instagrammer und…

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