Das Denken hören: Das Phänomen des Podcasts

Nachdem die Pandemie jüngst zur Endemie herabgestuft wurde, ihren Schrecken allerdings nicht wirklich verloren hat, lohnt es sich für den Sektor der Fotografie Bilanz zu ziehen: Unvorbereitet und schauerlich waren die Monate der „lockdowns“, die nicht nur die Erfahrung der „realen“ Bilder unmöglich machte, sondern auch Teile der Kommunikation darüber. Das aber galt vor allem…

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Die dritte Krise des künstlerischen Egos? Gedankensplitter zur KI in der Fotografie

Bestimmte Interessen verdichten sich manchmal durch eine mehr oder weniger zufällige Akkumulation von Informationen – so auch meine momentane Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz im künstlerischen Kontext.  So verfolge ich seit etwa Mitte Oktober auf Instagram, wie sich der persönlich durchaus zurückhaltende, von mir aufgrund seiner Theorie-affinen Haltung wie auch durch seine überbordende Bildsprache überaus geschätzte…

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4 Fragen an…Maria Bortfeldt

Im Museumssektor ist der Bereich der Foto-Restaurierung noch ein recht junges, momentan rasch wachsendes Berufs-Feld. Wie sind Sie an die Berlinische Galerie gelangt und welche Rolle spielen Sie in der sicher nicht gerade kleinen Abteilung der Restaurierung dort – nur Foto oder auch Grafik, Papier?   Ich habe nach dem Studium in Berlin als freiberufliche…

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Die Sache mit den Exhibition Copies – How to deal with it?

In keiner anderen Materialität sind Ausstellungskopien von Kunstwerken so einfach herzustellen wie in der Fotografie. Doch befähigt uns diese Tatsache, das auch zu tun? Wann kommen Ausstellungskopien ins Spiel und warum? Eigentlich könnte man meinen, dass die Herstellung von Ausstellungskopien dann in Frage kommen, wenn man das Original nicht besitzt und man die Fotografie dennoch…

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Wozu man ein Werkverzeichnis benötigt – Überlegungen aus Anlass des zweiten Bandes von Jeff Wall

Der klassische Fotograf folgte der Schnappschuss-Ästhetik und verlor in Anbetracht der Vielzahl der dabei entstandenen Versuche schnell die Übersicht über sein Schaffen. Dieser Zustand gehört seit dem Ende der Suche nach einem „entscheidenden Augenblick“ und dem Beginn einer künstlerischen Verwendung der Fotografie der Historie an. Der zunächst etwas träge einsetzende Kunstmarkt verlangte schließlich zudem limitierte…

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4 Fragen an…Steffen Siegel

Du bist, wenn ich es recht sehe, in Deutschland der einzige Professor für Theorie und Geschichte der Fotografie. Selbst wenn man konzediert, dass dieses Feld im akademischen Kontext noch recht jung ist, stellt sich doch die Frage: Es gibt doch auch keine Professur für Theorie und Geschichte der Malerei oder Video – wieso dann speziell…

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Wenn eine Fotografie manchmal ausreicht

Ausstellungseröffnungen sind ein kumuliertes Sammelbecken menschlicher Umtriebigkeiten. Eingepfercht in der Veranstaltung innewohnende Strukturen verbaler Vermittlungsvorgaben, ist die auf das Formelle folgende Möglichkeit der eigenen Selbsteinsicht jeweils ein von zwiespältigen Sehprozessen bestimmtes Ereignis: Alle Werke wollen erschlossen, in einen Kontext gesetzt und zu einer vertretbaren Ansicht geformt werden. Bei Kaltgetränk und Canapés geführten Dialogen heißt es…

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Schulfrei? Die Unübersichtlichkeit der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland

Gerade im Zeitalter der digitalen Informationsflut werden wir zugeschüttet mit „Neuigkeiten“ und nicht immer fällt es leicht, das Relevante heraus zu filtern. Wie bei vielen anderen Phänomenen, die uns als ein besonderes Resultat der digitalen Welt erscheinen, ist dieser Eindruck einer gewissen Orientierungslosigkeit in Anbetracht der Erfahrung von Gegenwart kein wirklich neues Ereignis. Als prominentes…

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4 Fragen an…Annette Kelm

Das Thema des Politischen in der Kunst hat nicht zuletzt im Zusammenhang der schwierig geführten „Documenta-Diskussion“ eine besondere Brisanz bekommen. Aber lass uns nicht von diesem Anlass sprechen, sondern generell zu Deinem Verhältnis einer politischen Dimension in der Fotografie kommen: Ich habe Deine zunächst dokumentarisch anmutenden Bilder stets in Bezug auf eine mal klare, mal…

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Kein Kompendium: Das Buch zu Wolfgang Tillmans: Perspektive

Das Museum of Modern Art ist nicht mehr der Nabel der Kunst-Welt. Spätestens im 21. Jahrhundert hat es seine Vorbildfunktion verloren – das gilt auch und vielleicht besonders für das Feld der Fotografie. Nachdem sich hier einmal der qualitative „Richterstuhl“ (Christopher Phillips) befand, ist der alte Glanz passé. Zweifellos erfährt man immer noch eine große…

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