Zeitgenössische Theorie, die wirklich etwas auf sich hält, kann an Hito Steyerl natürlich nicht vorbei. Die Filmemacherin und in München lehrende Kulturkritikerin ist die vielleicht bekannteste Vertreterin einer so genannten Post internet-art — einem modischen Wortungetüm, dass sich auf eine künstlerische Praxis bezieht, welche die gesellschaftliche Relevanz des Internets reflektiert. Genau diese Haltung verfolgt Steyerl…
WeiterlesenStefan Gronert
Foto-Theorie NEU gelesen: Peter Geimer und die langlebige Metaphorik
Von der besonderen Bedeutung von Metaphorik bei der Auseinandersetzung mit dem Fotografischen war schon bei der Diskussion des Ansatzes von Katharina Sykora die Rede. Peter Geimer hat in einem Beitrag zur indexikalischen Dimension, genauer: dem Motiv der „Spur“, darauf verwiesen, dass sich deren Bedeutung auch im digitalen Zeitalter Fotografie nicht geändert habe. Geimer, der seit…
WeiterlesenIn eigener Sache: Wir fokussieren uns!
Der Sprengel Foto-Blog mit der Überschrift „Foto – Kunst – Theorie“ ist seit 2017 am Start. Er erfreut sich erstaunlich großer Beliebtheit, sofern man den stetig steigenden Zugriffszahlen und auch den selektiven mündlichen Kommentaren einiger Kolleg*innen trauen darf. Wir blicken bis heute auf eine stattliche Anzahl von Posts zurück, die eigentlich stets am 10., 20.…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Welche Zukunft hat die künstlerische Fotografie?
Unsere Reihe „Foto-Theorie NEU gelesen“ bezieht sich nicht nur auf Beiträge der letzten zwanzig Jahre, sondern in diesem Fall auch einmal auf eine brandaktuelle Theorie-Diskussion rund um die künstlerische Fotografie. In diesem Zusammenhang geht es nicht um die Position eine*r/s Theoretiker*in/s. Die Rede ist vielmehr von einer mehrstimmigen Diskussionsrunde zur Zukunft der Fotografie, welche das…
WeiterlesenDas Alter der Fotografie: Anekdote zu national divergenten Geburtstagen
Wann die Menschheit die „Kunst“ erfand, ist eine müssige Frage – jedenfalls meistens. Immerhin unterscheidet man in der universitären Diziplinen-Kunde seit dem 19. Jahrhundert (!) nicht zuletzt in historischer Hinsicht zwischen der Archäologie und (der auf diese folgende) Kunstgeschichte. Letztere kennt dann auch wieder unterschiedliche Epochen, innerhalb derer dann auch gern zwischen (vielfach erneut historisch…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Katharina Sykora und die Ästhetisierung des Todes
Dass die Auseinandersetzung mit der Fotografie stets auch von Metaphern begleitet wurde, ist eine banale Erkenntnis. Zu diesem Thema liegt bereits ausreichend Literatur vor. Eine besonders frühe und zudem gern bemühte Metapher ist die des Todes. Ihr widmete die Kunsthistorikerin Katharina Sykora zwei, 2009 und 2015 erschienene Bände unter dem Titel „Die Tode der Fotografie“.…
WeiterlesenWar was? Ein Rückblick auf das Jahr 2025
Gerade haben wir das Wolfgang Tillmans-Ausstellungs-Jahr (Remscheid, Dresden, Paris) hinter uns gebracht und plötzlich ist auch schon das erste Viertel des 21. Jahrhunderts vergangen. Und wie war das Jahr für die deutschsprachige Foto-Szene? Im März haben wir noch optimistisch geschaut und eine Zeitenwende prognostiziert. Zu Recht: denn die Diskussion um ein Bundesinstitut für Fotografie hat…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Jens Schröter und die „post-fotografischen“ Bilder
Die in den neunziger Jahren einsetzende Debatte über die digitale Fotografie hat es vorgemacht und wiederholt sich momentan in anderer, teilweise nicht minder hysterischer Form im Hinblick auf manche populären Überlegungen zur künstlichen Intelligenz: technologische Veränderungen führen in Diskussionen um das Fotografische zu theoretischen Verunsicherungen über den Status des Mediums. Von einer Mehrheit werden sie…
WeiterlesenDer ewige Steichen im Zeitalter von KI. Hinweis auf eine provokative Publikation
Es fällt nicht schwer eine spontane Antwort auf die „erfolgreichste“ Foto-Ausstellung aller Zeit zu geben: Natürlich war es die von Edward Steichen 1955 erstmals im New Yorker Museum of Modern Art gezeigte Präsentation von 503 Fotos unter dem Titel „The Family of Man“. Die Literatur zu diesem zumindest in der westlichen Welt noch viele Jahre…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Martina Dobbe und das bildlose Bild
Martina Dobbe, von 2015 bis 2025 Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart an der Kunstakademie Düsseldorf, hat in ihrer 2007 erschienenen Habilitationsschrift „Fotografie als theoretisches Objekt“ den Beitrag „Bildlose Bilder?“ publiziert, der im Untertitel viel verspricht: „Zum Status des Bildes im Medienzeitalter“. So grundlegend und allgemein das klingt, so konkret geht die Autorin…
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