Die Rahmung von Kunstwerken – eine Kunst für sich

Im Idealfall wird ein Bild durch einen Rahmen bestmöglich präsentiert und gleichzeitig geschützt. Während im privaten Gebrauch der erste Aspekt im Vordergrund stehen mag, rücken im musealen Kontext konservatorische Aspekte, den ästhetischen gleichwertig, in den Fokus. Eine konservatorisch gute Rahmung schützt ein Werk vor schädlichen Einflüssen wie Licht, Luftschadstoffen, Klimaschwankungen und mechanischen Beschädigungen. Doch nicht…

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Microfading Testing – Eine Option für die Fotografie?  

Die Konservierungs- und Restaurierungswissenschaft bedient sich seit Langem naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden, um Materialitäten als Werkbestandteile zu charakterisieren und deren Alterungsverhalten besser abzuschätzen. Dazu zählt auch das Microfading Testing, abgekürzt MFT, welches zunächst vor allem für Kunstwerke auf Papier Anwendung fand. Doch was ist das eigentlich genau? Vereinfacht gesprochen wird beim MFT mittels einer Lichtquelle eine sehr…

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Das Verschwinden, das Bremsen und das Zähneknirschen: Probleme der Farbfotografie

Die große Kunst-Welt wird gerade von einem scheinbaren Skandal bewegt, demzufolge der ehemalige britische Pop-Star Damien Hirst über das Alter seiner Hai-Skulpturen getäuscht habe. Das in Formaldehyd getauchte Tier von 1991 sei wegen Alterungsprozessen ausgetauscht worden, aber das Datum unverändert geblieben: Betrug! Doch der vermeintliche Konzeptkünstler nimmt die Schlagzeilen selbst im deutschsprachigen Feuilleton (FAZ, Zeit,…

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Materialspezialist*innen im Austausch – Das Fotorestaurator*innen-Treffen im Haus der Kunst München

Vom 23. bis 25. Februar 2024 war es nach einer längeren Covid-Pause mal wieder soweit: Fotorestaurator*innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie den Niederlanden trafen sich im Haus der Kunst in München, um sich über verschiedenste Fragestellungen zum Erhalt fotografischer Materialien auszutauschen. So begann der erste Tagungstag mit einem Treffen der Arbeitsgruppe Fotothesaurus am Vormittag,…

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Schätze im Verborgenen – Negativmaterialien und ihre Identifikation

Die Erforschung eines fotografischen Werkes und seiner Arbeitsmethoden geht über die oftmals in Ausstellungen präsentierten Abzüge weit hinaus. Sie beinhaltet häufig die übersehenen und im Verborgenen liegenden Schätze der Negative. Negative sind transparente, fotografische Bilder mit umgekehrten Helligkeitswerten auf Glas, Papier oder Film, von denen unzählige Positive, so genannte Abzüge, hergestellt werden können. Sie bieten…

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Aussilberungen auf historischen Fotografien – Immanente Veränderung und kontroverse Behandlung

Wer sich mit historischen Fotoabzügen, Negativen oder Dias beschäftigt, hat das Phänomen sicher schon öfter angetroffen: Die Oberfläche schimmert metallisch, silbrig über grünlich bis bläulich, und mitunter ist dadurch auch die Darstellung verunklärt. Besonders in den dunklen Bereichen fällt die Veränderung auf, wenn anstelle satter Schwarztöne nun hell reflektierende, irisierende Silberschichten leuchten, die z.T. solarisierende…

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4 Fragen an…Franziska Leidig

Das Feld der Fotografie ist ja allgemein sehr vielfältig: Bestes Beispiel dafür ist die (übermalte) japanische Fotografie, die ihr in Freiburg momentan im Haus der Graphik ausstellt. Vielleicht kannst Du uns skizzieren, was Deine Haupttätigkeiten im Umgang mit diesen sicherlich ungewöhnlichen Arbeiten waren? Die Planung der Ausstellung war natürlich schon weit fortgeschritten als ich meine…

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Abschied und Anfang – Konservatorische Betreuung der Fotografischen Sammlungen am Deutschen Historischen Museum, Berlin

Barbara Korbel, Sie betreuen seit vielen Jahren die Fotoausstellungen und die fotografischen Sammlungen des Deutschen Historischen Museum (DHM) und geben diese Betreuung nun an die Fotorestauratorin Maxi Zimmermann weiter. Dies ist eine gute Gelegenheit einen Blick zurück zu werfen und einen Blick in die Zukunft zu richten. BK: Wie in vielen anderen Museen auch, gab…

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Bitte Abstand halten! Von offenen Oberflächen

„Bitte Abstand halten!“ wird im post-Covid-Kontext gern mit einer Reduktion der Ansteckungswahrscheinlichkeit assoziiert, doch darum geht es in diesem Beitrag tatsächlich nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, ob offene, unverglaste und somit ungeschützte Oberflächen bei der Präsentation von Kunstwerken tatsächlich eine gute Idee sind. Aus konservatorischer Sicht ist dieses klar zu verneinen, doch gehört diese…

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Vom Sinn des Relaunches – Eine verstärkte, erweiterte Perspektive

Hier mal etwas in eigener Sache: Nach mehr als 455.000 Besucher*innen (lassen wir einmal außer acht, wieviel davon zur Gattung des so genannten “bots” zählen), die aktuell mehr als 1,9 Millionen Beiträge dieses 2017 Blogs aufgerufen haben, erfindet sich unsere im Sommer 2017 gegründete Plattform nicht vollkommen neu, aber wird etwas ändern. Nein, der Gestaltung…

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