4 Fragen an…Anja Schürmann

Dein gegenwärtiger Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Foto-Buch: Niemand wird behaupten, dass die Buchform – gerade auch in komplementärer Funktion – im digitalen Zeitalter obsolet wäre. Aber hat sich das Fotobuch unter diesem Horizont wesentlich verändert?  Die kurze Antwort: Ja und Nein. Für die lange Antwort habe ich einen Aufsatz mit dem Titel Indesign als Methode?…

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Die Emphase der Fotografie

1967, jenes Jahr, in dem Roland Barthes im amerikanischen „Aspen Magazine“ seinen vielzitierten, rätselhaften Satz „Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen mit dem Tod des Autors“ schreiben wird, veröffentlicht Roland Barthes auch einen sehr kurzen Text „Die Modephotographie“, in dem er die methodischen (d.h. genauer: die linguistischen) Probleme benennt, die dann auftauchen, wenn das…

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4 Fragen an…Stephan Erfurt

In bestimmten Kreisen bist Du als Gründer und Kopf von C/O Berlin bekannt, andere sehen Dich eher als Fotografen: Wie würdest Du selbst Deine Position charakterisieren? Fotograf war ich vor allen Dingen in der Zeit als ich für das „alte” FAZ-Magazin von 1984 bis 1999 gearbeitet habe. Nach Gründung von C/O Berlin im Jahre 2000…

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4 Fragen an…Beate Gütschow

Inwieweit sind Wahrnehmung von künstlerischer und außerkünstlerischer Realität voneinander unterschieden oder haben sie nichts miteinander zu tun? Ich frage mich diese Frage oft, was bringt die Kunst eigentlich? Ich finde die Wahrnehmung von Wirklichkeit durch Kunst eine völlig andere als in anderen Vermittlungszusammenhängen wie beispielsweise im Journalismus. Dokumentarische Arbeiten in der künstlerischen Fotografie oder im…

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Kann Theorie Kunst sein? Überlegungen zu einem Phänomen der Grenzüberschreitung

Nicht nur mit dem ästhetischen Diskurs ist das so eine Sache: Jede Ein- und Zuordnung bedeutet zugleich eine Ausgrenzung. Was gehört dazu, was nicht? „High and low“ waren einst bequeme Unterscheidungskriterien, aber auch diese sind schon lange außer Kraft gesetzt. Dass zum Beispiel selbst Werbung Kunst sein kann, ist keine wirkliche Provokation mehr. Nicht allein…

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Plötzliche Unsichtbarkeit? Überlegungen zur gesellschaftlichen Relevanz von Fotografie

„Kann Fotografie unsere Zeit in Bilder fassen?“, lautet der Titel eines 2004 erschienen Sammelbandes, der zwischen den Feiertagen aus dem Bücherregal lugte und mir bei der Suche nach weiteren Lücken in die Hand fiel. Gute Frage, oder? Übertragen wir sie auf die jüngsten, diesjährigen Erfahrungen, so müsste man konkretisieren: Wie spiegelt die Fotografie Corona wieder…

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4 Fragen an…Anna Gripp

Hiermit beginnen wir im Sprengel Foto-Blog eine neue Rubrik, die wir einmal monatlich anbieten und die auf einem ganz simplen Prinzip beruht: Unterschiedlichen Akteur*innen der Foto-Szene stellen wir vier individuelle Fragen. Unsere Reihe startet mit Anna Gripp. Die Anzahl der Bücher und Magazine nimmt, wenn der Eindruck nicht trügt, in den letzten Jahren ab: Wie…

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Die post-coronale Museum oder: Gute Ratschläge aus London

Der momentan vielleicht gar nicht mehr ganz so grell leuchtende Star des Ausstellungswesens, der bereits als Jugendlicher eine Ausstellung in einem städtischen Klärwerk organisiert hatte, gab dem Magazin der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ unlängst (No. 51, 7.12.2020) ein Interview zu den aktuell drängenden Fragen: Wie werden wir nach der Pandemie leben, also: was hat das…

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Auf der Suche nach Licht im Dunkel. Ein Symposium der DZ BANK Kunstsammlung

In den vergangenen Jahren hat es unzählige Symposien zu aktuellen Entwicklungen der Fotografie in der Kunst gegeben – das stellen auch die Referentinnen des von der DZ BANK Kunstsammlung ausgerichteten Symposiums Licht ins Dunkel. Wohin entwickelt sich die künstlerische Fotografie? am 8. und 9.10.2020 in Frankfurt fest. Die vielen Veranstaltungen attestieren letztlich, wie händeringend nach…

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Wie Fotogeschichte gemacht wird: Michael Schmidt heute

Geschichte ist nichts gegebenes: sie ist nicht einfach da, sondern immer eine Form der erzählerischen Konstruktion, die auf (heraus-)gefilterten und interpretierten Daten bzw. keineswegs nüchterner Fakten basierten. Diese Erkenntnis ist nicht weiter bedauerlich, sondern Teil einer jeweils selbst historisch wandelbaren Selbstvergewisserung: Manches kann man auch anders sehen. Und so ist auch die immer noch junge…

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