Kompensation einer Fehlstelle?

Eine Fehlstelle eines Kunstobjektes, wie z. B. bei einer Fotografie, kann nicht nur seine physische Stabilität beeinträchtigen, sondern auch entstellend wirken. Es kann sich zum Beispiel um eine Fehlstelle in der bildgebenden Schicht oder um eine weitreichendere Fehlstelle handeln, bei der der Träger fehlt. Glücklicherweise hat ein*e Restaurator*in die Möglichkeit, mit einer Fehlstelle auf verschiedene…

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KUNST. FOTO. TEXT: Bilder für die Allmende

Heute leben wir in einer global-öffentlichen Allmende der Bilder, die vor allem von Fotobildern dominiert und durch ikonische Kunstbilder zusätzlich getriggert wird. Kunst unterscheidet sich – ausgelöst in bestimmten biographisch-affektiven Momenten – bekanntlich nicht (mehr) von Fotografie; sie verkörpern in ihrem permanenten Zusammenspiel immer Elemente von/in ideologisch geformten Darstellungen. Die Wirkungen und Kontexte in ihrer…

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Foto-Theorie NEU gelesen: Bernd Stiegler und die digitale Fotografie

Finale Kapitel eines Buches, diese Erfahrung hatten wir schon bei der Lektüre von Wolfgang Kemps „Geschichte der Fotografie“ machen können, haben meist etwas ebenso Visionäres wie Spekulatives. Sie nach einigen Jahren erneut zu lesen, dürfte sich also lohnen. Das gilt auch für DAS Standwerk zur Foto-Theorie, die 2006 erschienene „Theoriegeschichte der Photographie“ des einschlägig bekannten…

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Beyond the Frame: Potenziale der Essener Kooperation zwischen Museum und Universität

Was passiert, wenn künstlerische Ausbildung, kuratorisches Denken und restauratorische Fragestellungen aufeinandertreffen?  Die Antwort liefert eine Zusammenarbeit zwischen dem Museum Folkwang und der Folkwang Universität der Künste unter dem Dach des Zentrums für Fotografie in Essen. Die Zusammenarbeit zwischen Museum und Universität hat in Essen schon länger Tradition, in Form von Wissensaustausch, Aufnahme von Werken zeitgenössischer…

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Katerstimmung? Bemerkungen zur aktuellen Wertschätzung der künstlerischen Fotografie

Nachdem ich vor drei Monaten eine optimistische Perspektive auf die positiven Veränderungen für die Fotografie in diesem Jahr verfaßt habe, sei im Folgenden eine etwas relativierende Einschätzung auf den Stellenwert des Mediums auf dem Kunstmarkt hinterhergeschoben. Aktuell befinden wir uns an einem Zeitpunkt zwischen der Art Basel und vor den Rencontres de la photographie in…

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Foto-Theorie NEU gelesen: Wolfgang Kemp und kein Ende der Fotografie

Das akademische Fach der Kunstgeschichte hat sich lange Zeit sehr schwer damit getan, die Fotografie als eine künstlerische Form zu beschreiben. Eine, wenn nicht gar die zentrale Figur für einen Umdenken in diese Richtung war Wolfgang Kemp, der 1980 den ersten Band der mittlerweile auf fünf Teile angewachsene Sammlung der „Theorie der Fotografie“ herausgegeben hat.…

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Kunststoffe in der fotografischen Materialität – Unterschätzt?

Denkt der Endverbrauchende an ein mit Fotografie assoziiertes Material, ist das zuallererst Papier. Doch ist dies immer wirklich so zutreffend? Spielen nicht auch andere Materialien, wie zum Beispiel Kunststoffe, eine nicht weniger bedeutende, fast ebenso wichtige Rolle? Und woher kommt diese Assoziation überhaupt? Schaut man sich den Begriff „PE-Papier“ einmal genauer an, wird dies deutlich.…

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Wer sammelt eigentlich Fotografie? Eine Übersicht

Die einfachsten Fragen sind häufig am schwierigsten zu beantworten – aber stellen sollte man sie, auch  jenseits der Kindheit, ab und zu dennoch. Nicht zuletzt den Produzierenden, die von der Fotografie leben wollen, dürfte sich die Frage nach dem Markt eines Mediums aufdrängen, das sich im Internet schwer tut Eigentumsrechte bzw. Urheberrechte zu behaupten, aber…

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Foto-Theorie NEU gelesen: David Campany und die Probleme einer „späten Fotografie“

Einer der sicherlich „angenehmsten“ zeitgenössischen Autoren über Fotografie, der zugleich erstaunlich viel publiziert ist der Brite David Campany. Das Prädikat „angenehm“ bezieht sich dabei auf einen eleganten Sprachstil, verbunden mit breiter Kenntnis der (nicht nur künstlerischen) Fotografie, der nachvollziehbar bleibt, sich nicht in selbstverliebten Metaphern verliert und immer wieder kritische Fragen an kanonische Positionen stellt,…

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Zweiklassengesellschaft in der fotografischen Materialität?

Schaut man sich den Ehrenkodex von Restaurator*innen an, ist dort klar in Artikel 7 konstatiert „Unabhängig von Meinungen zum Marktwert des kulturellen Erbes ist es die Pflicht des Restaurators nach höchstmöglichen Standards zu arbeiten“. Dies heißt, dass für Restaurator*innen alle Objekte gleich zu betrachten sind und auch entsprechend behandelt werden sollen. Doch ist das in…

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