Martina Dobbe, von 2015 bis 2025 Professorin für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart an der Kunstakademie Düsseldorf, hat in ihrer 2007 erschienenen Habilitationsschrift „Fotografie als theoretisches Objekt“ den Beitrag „Bildlose Bilder?“ publiziert, der im Untertitel viel verspricht: „Zum Status des Bildes im Medienzeitalter“. So grundlegend und allgemein das klingt, so konkret geht die Autorin…
WeiterlesenStefan Gronert
Stiller Wandel. Zur Verabschiedung des Modernismus an der Kunstakademie Düsseldorf
Viel medialer Wirbel erregte sich zuletzt in Düsseldorf aus Anlass der Vorstellung des Abschlussberichts der beratenden Gründungskommission für das Deutsche Fotoinstitut. Wie es nun praktisch weitergeht, darf man mit leicht nachgelassener Spannung erwarten. Fast aber unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit hat sich nun an anderer Stelle in Düsseldorf etwas ereignet. Denn die Kunstakademie Düsseldorf erklärt…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Kathrin Schönegg und die Geschichte der Abstraktion
Vielleicht wird man überrascht sein, wenn man den Namen einer aufstrebenden jungen Kuratorin im Kontext einer fototheoretischen Diskussion erblickt. Das aber würde bedeuten, die wissenschaftlich anspruchsvollen Beiträge der Leiterin der Fotografischen Sammlung des Münchener Stadtmuseums Kathrin Schönegg zu ignorieren. Deuteten schon zuvor manche Aufsätze der 1982 geborenen Kollegin ihr Potential an, so markierte spätestens die…
WeiterlesenFoto = Foto ? Zu Werkbestandteilen von Fotografie in Sammlungen
Ein und dasselbe Bild kann in Sammlungen in verschiedensten Formen vorkommen. Vom zu Grunde liegenden Negativ bei analogen Fotografien, bis hin zu digitalen Daten bei Digitaldrucken, über Farbreferenzen, die eigentlichen Originale, spätere Abzüge und Ausstellungskopien oder Reproduktionen. Wer blickt hier auf lange Sicht gesehen eigentlich noch durch? Lange Sicht meint hier einen vergleichsweise weiten Zeithorizont,…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Steffen Siegel und das Politische der Kunst
Über große Themen muss die zeitgenössische Kunst-Theorie vielleicht keine finalen Aussagen treffen. Die Komplexität einer sich ständig ändernden Wirklichkeit hat Aussagen zu „dem Menschen“, „die Natur“, „das Soziale“ oder „das Politische“ zu so vielen Varianten geführt, dass man sie wohl nur noch in Einzelfallstudien gewinnbringend thematisieren kann. Diese Einsicht teilt auch Steffen Siegel, der einzige…
WeiterlesenDas Verschwinden der Stars
Der Titel meine Beitrags ist im Zusammenhang von Fotografie zumindest mißverständlich: welche Stars verschwinden gerade oder haben es bereits getan? Handelt es sich hier um ein Thema der Fotografie, sind es also Stars, die qua Fotografie zu solchen wurden. Und wenn ja: stehen sie vor oder hinter der Kamera – um einmal in klassischen Rollenbildern…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Abigail Solomon-Godeau und das Feminismus-Problem
Wer die Beiträge unserer noch jungen Reihe aufmerksam verfolgt hat, wird eventuell schon eine Gender-Problematik erkannt haben: Die bislang diskutierten Texte stammen ausnahmslos von Foto-Theoretikern; wir haben also weibliche Stimmen ausgeblendet. Ich will an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, ob dies der Realität entspricht oder andere Gründe hat, sondern nun endlich einer etablierten amerikanischen Autorin…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Bernd Stiegler und die digitale Fotografie
Finale Kapitel eines Buches, diese Erfahrung hatten wir schon bei der Lektüre von Wolfgang Kemps „Geschichte der Fotografie“ machen können, haben meist etwas ebenso Visionäres wie Spekulatives. Sie nach einigen Jahren erneut zu lesen, dürfte sich also lohnen. Das gilt auch für DAS Standwerk zur Foto-Theorie, die 2006 erschienene „Theoriegeschichte der Photographie“ des einschlägig bekannten…
WeiterlesenKaterstimmung? Bemerkungen zur aktuellen Wertschätzung der künstlerischen Fotografie
Nachdem ich vor drei Monaten eine optimistische Perspektive auf die positiven Veränderungen für die Fotografie in diesem Jahr verfaßt habe, sei im Folgenden eine etwas relativierende Einschätzung auf den Stellenwert des Mediums auf dem Kunstmarkt hinterhergeschoben. Aktuell befinden wir uns an einem Zeitpunkt zwischen der Art Basel und vor den Rencontres de la photographie in…
WeiterlesenFoto-Theorie NEU gelesen: Wolfgang Kemp und kein Ende der Fotografie
Das akademische Fach der Kunstgeschichte hat sich lange Zeit sehr schwer damit getan, die Fotografie als eine künstlerische Form zu beschreiben. Eine, wenn nicht gar die zentrale Figur für einen Umdenken in diese Richtung war Wolfgang Kemp, der 1980 den ersten Band der mittlerweile auf fünf Teile angewachsene Sammlung der „Theorie der Fotografie“ herausgegeben hat.…
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