No apocalypse, not now! Bilderflut als Chance

Die Warnung vor Bildern hat eine lange Tradition, die sich durch die christlich-jüdische Religion zieht und im gregorianischen Diktum des 8. Jahrhundert einen prägnanten Ausdruck findet, wenn die Gefahr der Idolatrie mit den Worten beschrieben wird: »Bilder sind Schrift für Idioten«. Die religiös begründete Warnung vor dem Bild hat sich nach dem Zeitalter der Aufklärung…

Weiterlesen
„Im Dialog: DAS Foto“ – NEUE TERMINE

Nach dem erfolgreichen Beginn der Veranstaltungsreihe „Im Dialog: DAS Foto!“ setzt das Sprengel Museum diese nach der Sommerpause fort. Erneut werden monatlich jeweils zwei Personen – KünstlerInnen, KuratorInnen, DozentInnen, GaleristInnen, PublizistInnen und andere Freunde  der Kunst – zur Vorstellung ihres wichtigsten Fotos eingeladen. Welches ist ihr Lieblingsbild, gibt es das überhaupt und wenn ja: was…

Weiterlesen
SYMPOSIUM

Fotografiert-Werden: Rineke Dijkstra und die Kunst des zeitgenössischen Porträts Sprengel Museum Hannover (Auditorium), 7.9.2017   10:30 Uhr Begrüßung Reinhard Spieler (Sprengel Museum Hannover) + Lavinia Francke (Stiftung Niedersachsen)   11:00 Uhr Einführung Stefan Gronert (Sprengel Museum Hannover)   11:15 Uhr Serielle Strategien in der Porträtfotografie von Rineke Dijkstra Ulrike Schneider (Niedersächsische Sparkassenstiftung)   11:45 Uhr…

Weiterlesen
Die Fotografie – ein Bild im Plural

In Foto-Ausstellungen begegnen uns Fotografien oftmals als Einzelbilder, gerahmt und unter Passepartout, in angemessenem Abstand zu den anderen Bildern. Modelle, die diese auf dem Singular der Fotografie basierenden Präsentationsweisen konterkarieren, liefern plurale Bildarrangements wie sie beispielsweise in den Hyperimages von Wolfgang Tillmans (s. obige Abbildung des Sammlungsraums im Museum Folkwang), Peggy Buth und Arwed Messmer…

Weiterlesen
Über das neue Pathetische

Friedrich Schiller schrieb 1801 in seinem Text „Über das Pathetische“ über das Vergnügen am Leid und großen Gefühlen und der Freiheit darin. Aber was bedeutet Pathos heutzutage? Ist es jene Distanz die Andreas Mühe in seiner aktuellen Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen (19.5.-20.8.2017) postuliert? Der Ausdruck von Pathos, großen Emotionen und Leid war seit jeher…

Weiterlesen
Foto-Manifeste

Mit Kategorien kommt man im Leben immer schnell an Grenzen, so auch mit unserem „Extern“, wo eigentlich auf Veranstaltungen und Ähnliches verwiesen werden soll. Das Ähnliche ist hier jedoch eine großartige Homepage, die sich mit einem fototheoretischen Thema beschäftigt und die im unüberschaubaren Internet nicht übersehen werden sollte: Die 2016 von Bernd Stiegler und seinen Konstanzer Studierenden…

Weiterlesen
Foto-Theorie: Eine vergangene Mode?

Die helle Kammer ist ein Buch, das neben Walter Benjamins Essays vielleicht die größte Resonanz innerhalb des theoretischen Diskurses zur Fotografie im vergangenen Jahrhundert erhalten hat. Der innovative Ertrag dieser Schrift ist gleichwohl reichlich begrenzt und so war ich überaus erfreut über einen Essay von Christoph Ribbat, der 2004 im Kunstforum International erschien und den Titel…

Weiterlesen
Welche Zukunft hat die Fotografie?

In Anbetracht der aktuellen Flut an Kongressen und Tagungen, die sich dem Thema der Identität und Zukunft der Fotografie im dritten Millennium widmen, erscheint es immer dringlicher den einschneidenden Wandel zu reflektieren, welcher die Kommunikationsinstrumente und -formen der Fotografie bereits verändert hat und auch nach wie vor modifiziert. Die visuelle Kultur der Gegenwart ist von…

Weiterlesen
Sascha Weidner – It’s all connected somehow

Eine Ausstellung im Sprengel Museum vom 29.07. bis 19.11.2017 Sascha Weidner schaute mit der Zärtlichkeit eines irritierten Romantikers auf diese Welt, die sich ihm bot, in Georgsmarienhütte, wo er 1976 geboren wurde und aufwuchs, in Braunschweig, wo er sein Studium 2004 als Meisterschüler von Prof. Dörte Eißfeldt abschloss, in Los Angeles, Berlin, Frankfurt, Sydney, Kyoto,…

Weiterlesen
Andrés Mario Zervigón, Photography and Germany

Es gibt Buchtitel, die man getrost als misslungen bezeichnen kann: Photography AND Germany zählt sicherlich dazu. Freilich kann man dies nicht dem Autor, Andrés Mario Zervignón, Professor für Foto-Geschichte an der Rutgers University (NJ), vorwerfen. Sein 224 Seiten umfassendes Bändchen ist nämlich in der Reihe „Exposures“ erschienen, die durchgängig mit Wortpaaren auftritt. Auch im Falle…

Weiterlesen